simulated Blackout

5 Gründe wie ein simulierter Blackout deine Effizienz boostet

Den ganzen Tag nutzen wir elektrische Geräte und lassen uns bewusst oder unbewusst unsere Zeit stehlen. Wir hinterfragen gar nicht, warum wir auf unser Handy schauen, nur weil es vibriert. Manchmal benutzen wir moderne Technologien, um unsere Ziele zu erreichen, doch oft hält sie uns davon ab. Wir sehen erst wie viel Zeit wir am Tag haben, wenn alle Ablenkungen fehlen. In einem Selbstversuch habe ich bereits davon berichtet. Im folgenden zeige ich 5 Gründe wie ein simulierter Blackout deine Effizienz boostet.

1. Du lernst deine Time Killers kennen

Im Alltag hat man seinen ständigen Begleiter immer zur Hand! Egal wo man ist, man greift zum Smartphone um Leerzeiten zu füllen, wenn einem langweilig ist oder um zu prüfen ob neue Nachrichten angekommen sind. Zu hause sitzen wir dann vorm Computer oder Tablet und tauchen in virtuelle Welten ab oder erholen uns von unserem Alltag. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt und wir merken oft nicht, dass uns vieles nur unnötig Zeit kostet.

Soziale Medien

Viele Menschen stellen sich selbst dem Zwang aus, ständig erreichbar zu sein. Sie schauen alle paar Minuten auf das Smartphone und wollen schnell auf Veränderungen reagieren. Wenn irgendwo etwas passiert, dann möchten sie die ersten sein, die etwas kommentieren. Wer nicht innerhalb von kürzester Zeit auf eine Nachricht antwortet, der gilt als seltsam.

Tamagotchi der Neuzeit

Viele Videospiele für Smartphones sind so aufgebaut, dass nach einer gewissen Zeit Aufmerksamkeit gefordert wird. Auf virtuellen Bauernhöfen muss geerntet werden, sonst geht das Gemüse ein. In einer virtuellen Stadt müssen neue Aufgaben vergeben werden, sonst geht die Wirtschaft zu Brüche. Oder ein virtuelles Wesen muss gefüttert werden, damit es nicht stirbt.

Nachforschen und zielloses Rumsurfen

Oft kann man sich selbst dabei erwischen, wie man nach etwas recherchieren wollte und dann doch woanders landet. Durch das Nachforschen kann man auch noch oft auf interessantere Sachen stoßen, denen man auch sofort nachgehen muss. Manchmal landet man aber auch nur auf Seiten mit lustigen Bildern oder schaut plötzlich Katzenvideos an.

Sucht nach Internet/Unterhaltung

Wo es in den 90ern noch üblich war jede Minute zu zählen, bei der man online ist, zählt man heute die Minuten an denen man offline ist. Ein unangenehmes Gefühl macht sich breit, wenn man nicht in dem Moment nach etwas forschen kann, was einem gerade im Kopf rumschwirrt. Man möchte unbedingt wissen ob neue Nachrichten angekommen sind. Die neusten Videos seines Lieblingskanals muss man unbedingt anschauen. Man möchte nur für einen Augenblick online sein und verliert komplett den Fokus von der Sache an der man gerade gearbeitet hat. Es wird auch sofort Energie und Zeit aufgewendet, um das Problem zu lösen. Wieder ins Internet zu kommen bekommt die höchste Priorität.

2. Du bekommst Zeit über das Leben nachzudenken

Ohne der ständigen Reizüberflutung sitzt man da und weis nicht recht was man mit seiner Zeit anfangen soll? Bisher hat mindestens ein Gerät jede freie Minute im Leben ausgefüllt, ohne es jemals hinterfragt zu haben. Nach einer Weile beginnt man jedoch über sein Leben nachzudenken. Was hat man in diesem Jahr erreicht? Möchte man Kinder? Warum ist man noch single? Möchte man ein Haus bauen? Viele Fragen sprudeln aus einem plötzlich heraus und es gibt nichts, was einem davon ablenken könnte.

Es ist empfehlenswert bei einer Blackout Challenge ein Notizblock bei sich zu haben, um all die Fragen und Antworten die man hat, aufzuschreiben. Doch wenn man schon in den Fluß gekommen ist, dass man anfängt Ziele im Leben zu definieren, kann man direkt Brain-Dumps erstellen.

3. Du definierst deine Prioritäten neu

Obwohl wir wissen, dass wir wichtige Sachen erledigen müssen, machen wir diese nicht. Ungeachtet der Folgen die auf einem zukommen, lässt man sich ablenken. Es kommen Ausreden wie „Nur noch 5 Minuten surfen!“, „Nur noch kurz die Mails checken!“ oder „Mein Handy hat vibriert, ich muss kurz drauf schauen!“. Man wird von morgens bis abends von seinen wichtigen Zielen im Leben abgehalten. Der Unterhaltungsfaktor ist sehr groß und man möchte ihn nicht missen. Doch fällt dieser weg, macht man plötzlich konzentriert die Sachen, die einem wichtig im Leben sind. Auch die Dauer an denen man an wichtigen Sachen dran ist, steigt sehr schnell an. Schließlich möchte man auch seine Ziele erreichen und kürzt auch seine Pausen auf eine erholsame Zeit.

4. Du brichst gezielt deine täglichen Routinen

Einerseits sind tägliche Routinen gut, da man unbewusst weniger Energie braucht Aufgaben zu erledigen als bewusst. Andererseits können Routinen schon so fest im Leben integriert sein, dass diese gar nicht mehr zu seinen Zielen führen. Hat man technische Unterstützung bei seinen Routinen, so wird man bei einer Blackout Challenge sehr schnell merken, was man eigentlich macht? Man hinterfragt bewusst Sachen die man macht und denkt darüber nach ob man sie überhaupt noch braucht.

5. Du machst Sachen, die du eigentlich nicht machen würdest

Wir haben unsere Ziele neu definiert und fangen auch an an diesen zu arbeiten. Trotz diesem geleisteten Aufwand haben wir immer noch genug Zeit am Tag. Nun wäre es an der Zeit sich mit einem Computerspiel oder ziellosem Surfen zu belohnen, doch geht das bei einer Blackout Challenge nicht. Daraufhin sucht man sich andere Ablenkungen in der Wohnung. Macht Kisten auf, die man schon lange nicht mehr offen hatte. Geht sein Hab und Gut durch und entdeckt sogar Sachen in der Wohnung, die schon Staub gefangen haben. Man hat ein Puzzle, das man schon seit Jahren fertigstellen wollte. Der Kleiderschrank wird entrümpelt und man schafft Platz, da man vieles nicht mehr tragen kann oder möchte. Man findet seinen alten Lieblingspullover, der ein Loch hat und man es nähen wollte. Eine alte Briefmarkensammlung, die man sich wieder anschaut und eigentlich verkaufen könnte. Viele Sachen die einfach keine Aufmerksamkeit bekommen haben, werden neu entdeckt oder einfach wahr genommen.