maxmoons Manifest

Wie man ein sehr gutes Manifest erstellt?

Du hast erkannt, dass ein Manifest dir helfen könnte deine Ziele im Leben besser zu erreichen. Doch hast du keine oder nur eine kleine Vorstellung davon wie dies aussehen soll? Im Folgenden erkläre ich anhand einer Analysierungsmethode, wie du ein Reaktionsprotokoll verfasst und daraus ein sehr gutes Manifest erstellst.

Der Weg ist das Ziel

Der Spruch mag sehr philosophisch sein, doch ein gutes Manifest ist keine Sache, die man wie einen Aufsatz innerhalb kürzester Zeit und an einem Stück schreiben kann. Durch momentane negative emotionale Einwirkungen, wie z.B. das Ende einer Beziehung, Stress mit dem Chef oder Streit mit Freunden, könnte das Manifest auch dementsprechend negativ ausfallen. So würde ein wohltätiger Mensch über den Punkt „Wohltätig sein“ gar nicht erst nachdenken, wenn er unter negativem Einfluss stünde, sondern eher seinen Frust in einem Punkt zusammenfasst, dass den Namen „Traue niemandem“ o.ä. trägt. Für emotionales empfehle ich ein Tagebuch als Ventil und Selbstreflexion.

Wer eine finale Version seines Manifests erwartet, der wird schnell enttäuscht sein. Sollte man an einem Punkt behaupten, dass man fertig ist, dann kann man zwar stolz auf sein Manifest sein und mit diesem auch Monate oder sogar Jahre arbeiten. Aber jeder Mensch ist ein Individuum, das sich (hoffentlich) immer weiterentwickelt. Eine einfache Erfahrung kann Menschen komplett verändern.

Plane dir regelmäßig Zeiten ein an denen du dein Manifest komplett liest und Sachen löschst, editierst oder ganze Punkte hinzufügst, sofern es Unstimmigkeiten gibt. Doch ab hier solltest du nicht aus der Emotion heraus handeln, da du dein Manifest dadurch zerstören oder verfälschen könntest. Im folgenden Abschnitt wird erklärt wie du es richtig angehen kannst.

Beobachte wie du dich in verschiedenen Situationen verhältst

So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich reagieren diese auch auf die selbe Situation. Ein Beispiel: Drei enge Freunde laufen durch die Stadt und sehen wie ein Passant gegen eine Laterne läuft und sich auch verletzt. Einer fangt augenblicklich an lautstark zu lachen. Der nächste zuckt sein Handy und möchte die Situation aufnehmen. Der dritte eilt dem Passanten zur Hilfe, reicht ihm Taschentücher und fragt ob er einen Krankenwagen benötigt. Wie reagierst du?

Beobachte und notiere während einem Zeitraum von 2-3 Wochen wie du dich in verschiedenen Alltagssituationen verhalten hast. Musstest du spontan reagieren? Gab es gerade Streit? Hat dich etwas stark genervt? Warst du stolz auf einer deiner Handlungen oder Reaktionen? Nimm diese Notizen und weitere diese am Abend (oder irgendwann am Tag an dem du Ruhe und Zeit hast) aus, indem du schreibst wieso du genau so reagiert hast, wie du es getan hast oder was dir daran wichtig war? Das erweiterte Protokoll deiner Alltagssituationen wird dir beim Erstellen vom Manifest sehr stark behilflich sein.

Weitere Anreize für ein Reaktionsprotokoll der Alltagssituationen

Sollte innerhalb von wenigen Wochen nicht viel passiert sein auf das du reagieren konntest, so hast du hier ein paar Beispiele, die dein Protokoll füllen können. Wie reagierst du bei folgenden Situationen?

Deine notierten Reaktionen zu den Beispielen sollten nicht den Großteil deines Protokolls füllen. Jeder Mensch reagiert in Wirklichkeit anders auf eine Situation, wie er es behauptet. Erzähle dir selbst keine schön geschmückten Märchen, denn dein Manifest ist das Fundament deines Lebens. Es wäre schade, wenn es erlogen wäre.

  • Du bist alleine und ein stark alkoholisierter Mann läuft auf der Strasse langsam in deine Richtung.
  • Mit deinen Freunden gehst du in eine Bar und plötzlich bricht eine Schlägerei in eurer unmittelbaren Nähe aus.
  • Du siehst, dass eine schmächtige Frau ihren Freund schlägt.
  • An einem anderen Tag siehst du, dass ein ziemlich starker Mann seine Freundin schlägt (nicht die Frau vom obigen Beispiel).
  • Du läufst mit den Händen in den Taschen an einem Straßenmusiker vorbei und merkst, dass sich Kleingeld in deinen Taschen befindet.
  • An einem anderen Tag läufst du wieder mit Kleingeld in den Taschen eine Straße hinunter und ein Bettler wippt auf seinen Knien hin und her.
  • Dein Chef hat dich wieder für schwierige Arbeiten eingeteilt, weil es sonst keinen gibt der diesen Aufgaben gewachsen ist, doch hat sich bisher noch keiner für deine harte Arbeit bedankt.
  • Ein Arbeitskollege schmückt sich vorm Management wiederholt mit deinen Federn und du erfährst es über andere Arbeitskollegen.
  • Du hast einem Freund seit Jahren einen Gegenstand ausgeliehen. Du forderst den Gegenstand zurück, doch er sagt dir, dass es schon immer sein war.
  • Besagter Freund sagt dir, dass er dir seinen Gegenstand ausleihen kann, wenn du es wirklich haben willst.
  • Ein Freund sagt dir, dass er von einem Bekannten eine krasse Geschichte gehört hat und beim Erzählen der Geschichte merkst du, dass es deine eigene war.

Was sind deine Prinzipien, Ziele und Grundlagen im Leben?

Deine Reaktionen bei unterschiedlichen Situationen kann für dich grundlegend wichtig sein und entscheiden, wie du deine Ziele erreichst. Gibst du z.B. dem Straßenmusiker Kleingeld, doch dem Bettler nichts, so handelst du offenbar nach dem Prinzip, dass man sich sein Geld verdienen muss. Dir ist offenbar Fleiß sehr wichtig im Leben.

Gehe dein Reaktionsprotokoll durch und schau ob sich wie beim Straßenmusiker/Bettler Beispiel bestimmte Eigenschaften rausfiltern lassen. Kannst du eine bestimmte Verhaltensweise bei mehreren Situationen erkennen, so ist das ein Anzeichen für ein neuer Abschnitt im Manifest. Schreibe im neuen Abschnitt die neu gewonnene Erkenntnis und gib dem Abschnitt einen aussagekräftigen Titel, wie z.B. „Ohne Fleiß keinen Preis“.

Als Ansporn kannst du dir hier ein gutes Manifest ansehen.

Ein gutes Manifest muss für andere zugänglich sein

Es wäre kein Manifest, wenn du das alles für dich behältst. Denn du erklärst der Öffentlichkeit deine Absichten im Leben. Früher hätte man eine Textdatei ausgedruckt, es im Freundeskreis verteilt oder sich in die Wohnung gehängt. Heutzutage kann eine Veröffentlichung seiner Absichten mit sozialen Medien ein viel größeres Publikum erreichen. Arbeite dich in ein Bildverarbeitungsprogramm (z.B. Gimp, Photoshop) ein und erstelle eine ansprechende Grafik mit deinem Manifest. Lade diese bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken hoch und teile den Link auch hier in den Kommentaren.