Smart Brain Dumps

Mit Brain-Dumps Ziele definieren und erfolgreich sein

Die Leute sagen jedes Jahr an Silvester was sie im neuem Jahr alles erreichen wollen, aber nur wenige Leute machen was sie sich auch vornehmen. Doch warum? Gründe dafür sind, dass die Ziele zu hoch oder viele Ziele einfach nicht genau definiert sind. Einige Ziele sind nur Träume und einige Leute finden keine Motivation in die Umsetzungsphase zu kommen, weil „es ist ja nur ein Traum!“.

Ein Brain-Dump kann dir helfen dein aktuelles Leben in 5 Gebieten zu analysieren und du wirst realistische Ziele definieren, die du auch erreichst.

Die 5 Gebiete des Lebens:

  • Persönlichkeitsentwicklung (Fähigkeiten)
  • Umgebung (Wohnung, Stadt)
  • Soziales Umfeld & Emotionen (Beziehungen, Freunde)
  • Gesundheit (Ernährung, Sport)
  • Finanzen & Karriere (Beruf, Aktien, zweites Standbein)

Was gibt es zu tun?

Du solltest mindestens 25 Minuten pro Tag an deinen Langzeitzielen arbeiten, wenn du einen Vollzeitjob hast. Die Pomodoro Technik kann dir helfen dies zu erreichen. Du startest mit der Erstellung von Brain-Dumps der 5 Gebiete und definierst damit erreichbare Ziele. Danach sortierst du sie nach Wichtigkeit und fängst an an deinen Zielen zu arbeiten.

Wie erstellt man Brain-Dumps?

Schreibe jedes Gebiet des Lebens auf eine separate Seite und schreibe alles nieder was dir zu der Überschrift in denn Sinn kommt. Du solltest versuchen nicht alle Brain-Dumps an einem Tag zu erstellen, weil man in so kurzer Zeit nicht an alles denkt was man im Leben erreichen will. Manchmal kommen einem wichtige Gedanken unterwegs im Bus, auf dem Klo, beim Spazierengehen oder in komplett anderen Situationen. Sollte dir das im Alltag passieren, dann ist es wichtig es zu notieren und dann in die vorhandene Brain-Dump Liste zu übertragen. Für manche Ziele im Leben gehören mehrere Menschen, daher rede einfach mit den Menschen mit denen du Ziele erreichen willst und erstellt zusammen Brain-Dumps.

Ein Brian-Dump kann auch eine Ansammlung von Stichworten sein oder sonstige Begriffe, die dir in den Sinn kommen. An diesem Punkt musst du noch nichts genauer definieren. Lass deinen Gedanken freien Lauf, ohne an Formulierung des Textes oder Umsetzung des Zieles zu denken. Es soll alles raus, egal ob langjähriger Traum oder scheinbar unwichtige Kleinigkeiten.

Hilfe um Brain-Dumps zu produzieren

Wenn du nicht genug Brain-Dumps erzeugst, kannst du die folgenden Fragen als Inspiration lesen. Doch antworte nicht nur mit „ja“ oder „nein“. Gib dir selbst einen Grund warum du „ja“ oder „nein“ gewählt hast und denke darüber nach ob es eines deiner Ziele sein könnte.

Brain-Dump Fragen für Persönlichkeitsentwicklung

  • Willst du die Fähigkeiten verbessern, die du schon hast?
  • Willst du dir neue Fähigkeiten aneignen?
  • Willst du ein Instrument spielen?
  • Willst du eine Fremdsprache lernen?
  • Willst du Kochen lernen?
  • Willst du lernen wie man sich gesund ernährt?
  • Was wolltest du als Kind oder Teenager schon immer mal tun?
  • Was hast du bisher wegen finanziellen Gründen nicht machen können?
  • Wie willst du deine Freizeit gestalten?

Brain-Dump Fragen für Umgebung

  • Willst du etwas in deinem Heim ändern (neuer Fernseher, Möbel, etc.)?
  • Willst du Pflanzen in deiner Wohnung?
  • Sind deine Nachbarn zu laut?
  • Willst du an einen anderen Ort ziehen?
  • Brauchst du mehr Platz für dich?
  • Willst du in einem anderen Land leben?

Brain-Dump Fragen für Soziales Umfeld & Emotionen

  • Willst du einen Kurs besuchen, um andere Leute kennen zulernen?
  • Hast du Freunde, die dich möglicherweise davon abhalten deine Ziele zu erreichen?
  • Hast du nicht viel Kontakt zu deiner Familie und du willst es ändern?
  • Bist du single und du willst nicht mehr alleine sein?
  • Willst du alleine sein, doch keiner gibt dir Ruhe?

Brain-Dump Fragen für Gesundheit

  • Willst du aufhören Süßigkeiten zu essen?
  • Willst du wissen was gute Ernährung ist?
  • Willst du dich jeden Tag gesund ernähren?
  • Willst du anfangen Sport zu machen?
  • Bist du interessiert deiner Seele mit Meditation etwas Gutes zu tun?
  • Du hast einen stressigen Job und brauchst einen sportlichen Ausgleich?

Brain-Dump Fragen für Finanzen/Karriere

  • Brauchst du ein zweites Standbein?
  • Willst du lernen wie man sparsamer wird?
  • Du bist unzufrieden mit deinem Job und du willst asap einen neuen finden?
  • Hast du Probleme mit einem Arbeitskollegen und du willst die Abteilung wechseln?
  • Willst du mehr Geld verdienen?

Aus einem Brain-Dump reelle Ziele mit S.M.A.R.T definieren

Nun müssten dir große Listen zur Verfügung stehen an denen sich deine Ziele grob ablesen lassen. Und jetzt sei smart! Soll heißen, deine Stichwörter und kurze Sätze sind nun Unterüberschriften, formuliere Texte für diese nach dem S.M.A.R.T Prinzip. Ist z.B. deine neue Unterüberschrift „Zeichnen lernen“ im Gebiet „Persönlichkeitsentwicklung“, so sieht der dazugehörige Text nach dem S.M.A.R.T Prinzip so aus: „Bis zum 30. Juli 2017 habe ich einen Zeichenkurs in der Volkshochschule absolviert und habe 3 Bilder gezeichnet“.

S.M.A.R.T kommt aus dem Projektmanagement und bedeutet folgendes:

S = Specific (spezifisch)
M = Measurable (messbar)
A = Achievable (erreichbar)
R = Relevant (brauchbar)
T = Time-oriented (terminiert)

Specific

Sei spezifischer. Als Beispiel: Schreibe nicht „Ich will eine Sprache lernen“. Stattdessen schreib was du willst und was das Ziel ist: „Ich will Italienisch lernen, um einen Kaffee in einer Fremdsprache zu bestellen“ oder falls du höhere Ziele hast „Ich will Italienisch flüssig lernen, nach Italien reisen und eine Italienerin heiraten“.

Wenn du sogar riesige Ziele hast, erstelle Unterziele mit Bullet Points und beschreibe in vollen Sätzen was du erreichen willst. Wenn du ein Haus bauen willst, solltest du anfangen mit Leuten zu reden, die schon eines gebaut haben und andere die dir Geld geben können. Ein möglicher Punkt wäre „Registriere dich in einem Forum, das für Hauseigentümer spezialisiert ist und stelle Anfängerfragen“ und „Geh zur Bank und frag nach einem Finanzplan“. All diese Unterziele sind ein Teil eines riesigen Ziels. Vergesse niemals riesige Ziele in Unterziele zu teilen!

Measurable

Wenn du ein Ziel definierst, dann soll es messbar sein. Wir kennen dieses Kriterium noch aus der Schule. Wenn wir zu einem Fach wie Mathematik zu einem bestimmten Thema wie Geometrie ein Wissen aufgebaut haben, so werden wir mit Klausuren und Tests gemessen. An der Note lässt sich (oft) erkennen ob wir unsere Ziele erreicht haben oder nicht. Für viele reicht es einfach nicht durch zu fallen und andere hingegen wollen die beste Note erreichen.

Ein sehr beliebtes Beispiel ist das Abnehmen. Wer Gewicht abnehmen will, ohne Muskeln zuzulegen, kann sein Fortschritt direkt messen indem er regelmäßig auf die Waage steht. Auch der Faktor Zeit spielt eine Rolle, z.B.: „Ich will 10kg in drei Monaten abnehmen“.

Achievable

Deine Ziele müssen erreichbar sein. Wer sich zum Ziel genommen hat eine Sängerkarriere anzugehen und ein Superstar zu werden, ohne jemals gesungen zu haben, der wird seine Ziele nicht (sofort) erreichen. Sicher ist es möglich ein Superstar zu werden, doch die Ziele müssen in kürzeren Zeitabschnitten erreichbar sein. Es ist stark demotivierend, wenn man innerhalb kürzester Zeit eine Band gegründet und in seiner Stadt erfolgreich ist, man selbst aber denkt nichts erreicht zu haben, weil man noch nicht auf einem Musiksender läuft. Wenn man also seine Ziele wie im folgenden definiert, kann man seine größeren Ziele auch besser erreichen:

▢ Ich gehe für 3 Wochen alle 2 Tage zur Karaokebar, singe mindestens 3 Lieder und lasse mir Feedback geben
▢ Bis Ostern habe ich ein Lied selbst geschrieben und in der Öffentlichkeit gesungen
▢ Bis nächsten Oktober habe ich einen neuen Schlagzeuger für meine Band gefunden

Relevant

Ein Ziel muss für dich brauchbar sein. Wenn es dein Jugendtraum war Fußballer zu werden, du jedoch schon seit Jahren leidenschaftlicher Kickboxer bist oder dich Fußball gar nicht mehr interessiert, dann kannst du das Ziel mit gutem Gewissen wegstreichen. Ein anderes gutes Beispiel sind Nice-to-Haves, die sich als Ziele tarnen. Wenn etwas einfach nur schön wäre zu erreichen, ohne das es für einen selbst einen Mehrwert hat, dann das Ziel streichen oder es weit unten in die Liste einfügen.

Time-oriented

Jedes Ziel muss auch eine Zeitangabe haben. Wie du schon in den obigen Beispielen gesehen hast, kommen zeitliche Bestimmungen vor: „Bis Ostern…“, „… für 3 Wochen…“, etc. Diese Angabe ist eines der wichtigsten, weil diese auch sehr gut aufzeigt, wie schwierig es ist das jeweilige Ziel zu erreichen. Schreibt man z.B. „Bis nächsten Donnerstag will ich meine Küche putzen.“ und „Bis nächsten Juni will ich ein komplettes Haus mit 10 Zimmern putzen.“ so wird schnell klar, dass man eher die Küche putzen will, als ein ganzes Haus.

Um nicht einfach nur die Dinge zu machen, die einfacher zu erreichen sind, werden im Folgenden die Ziele priorisiert.

Was ist wichtig für dich?

Du hast nun mehrere Seiten mit einigen Unterüberschriften pro Gebiet und detaillierten Aufgaben. Lese sie alle nochmal sehr achtsam durch! Konzentriere dich auf die Sachen, die dir wirklich wichtig sind. Sortiere deine Listen nach Priorität und nach Deadline (oben das wichtigste). Wenn du das für alle 5 Gebiete getan hast, musst du dir nun ein Gebiet aussuchen, welches eine hohe Aufmerksamkeit braucht und mit dem du sofort starten willst.

Wenn man mit der Erstellung seiner definierten Ziele fertig ist, so kann es vorkommen, dass man denkt schon etwas erreicht zu haben und legt die Listen für lange Zeit zur Seite. Komme möglichst schnell in die Umsetzungsphase! Selbst wenn es nur die Vorbereitung für den nächsten Tag ist, kann dies schon der Grund sein am nächsten Tag besser mit unbequemen Aufgaben anzufangen.

Sachen ändern sich im Leben

Du hast jeden Tag an deinen Zielen gearbeitet und du kannst stolz darauf sein. Aber du solltest mindestens alle 3 Monate überprüfen ob deine Ziele auf deinen Listen noch immer die Ziele in deinem Leben sind. Wenn man einen digitalen Kalender hat, empfiehlt es sich einen sich wiederholenden Termin einzutragen, um seine Brain-Dumps durchzulesen und ggf. zu bearbeiten. Sachen ändern sich sehr oft im Leben. Sollte es dich schon seit langem quälen an deinen Zielen zu arbeiten, dann überprüfe deine Brain-Dumps und schau ob du nicht doch noch ein Ziel in Unterziele aufteilen musst. Wenn du jedoch seit längerem keinen Spaß mehr entwickeln kannst, dann mache eine längere Pause oder fokussiere dich auf andere Ziele. Vielleicht hast du nur ein kleines Motivationsloch.